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Weitere Solidarität mit den Maruti-Suzuki Arbeitern in Indien von Vertrauensleuten der IG Metall

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Vetrauensleute der IGM Metall schickten diese Erklärung zur Solidarität gegen die geplante Schließung von Rexam/Ball in Recklinghausen-Süd und zur  Internationalen Solidarität mit den Maruti-Suzuki-Arbeitern in Indien:

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1. Gegen die geplante Schließung von Rexam/Ball in Recklinghausen-Süd

Das Werk mit 360 Beschäftigten soll Ende Juli geschlossen werden. Der erwirtschaftete Profit in Recklinghausen reicht der Konzernzentrale nicht aus, es muss noch mehr sein. Zuerst wurden Werke aufgebaut, jetzt soll sich auf die Produktion in Polen konzentriert werden, wo Ball niedrigere Löhne zahlt.

Damit soll nach der Schließung von Ontex, das nach Hella zweitgrößte Werk in der Metallindustrie in Recklinghausen dicht gemacht werden. Wo soll die Jugend in Recklinghausen noch Ausbildungs- und Arbeitsplätze finden?

Opel Bochum hat gezeigt, dass die schon 2004 geplante Schließung des Werks nur durch einen Kampf der Belegschaft bis 2014 verhindert werden konnte. An diesem Prinzip hat sich nichts geändert. Das spüren wir auch bei Hella, wo scheibchenweise hunderte Arbeitsplätze abgebaut werden.

Wir erklären euch unsere Solidarität und sehen den Kampf gegen die Werksschließung als gemeinsame Sache der Arbeiter und Angestellten in Recklinghausen, egal in welchem Werk oder Stadtteil.

2. Internationale Solidarität mit den Maruti-Suzuki-Arbeitern in Indien

Am 18. März wurden in Indien 13 Arbeiter und Streik-Aktivisten zu lebenslanger Haft verurteilt und weitere über Hundert zu teils jahrelangen Gefängnisstrafen.

Ihr „Vergehen“ war, sich konsequent um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, für bessere Arbeitsbedingungen, das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung und die Einheit von Stamm-Belegschaft und Leiharbeitern einzusetzen.

Im Juli 2012 nach einer Auseinandersetzung zwischen Arbeitern und einem Schichtmanager, brach ein Feuer aus und Teile der Fabrik brannten aus. Dabei kam der Personalleiter ums Leben. Das wird den Arbeitern als Mord unterstellt, obwohl Sie keinerlei Schuld an seinem Tod hatten.

Tatsächlich geht des dem Suzuki-Konzern in Zusammenarbeit mit der faschistoiden Modi-Regierung Indiens mit der Verurteilung darum, den jahrelangen gerechten Kampf der Arbeiter um Würde und Gewerkschaftsrechte zu ersticken.

Das stößt international auf Widerstand. Am 23.3. streikten die Maruti-Arbeiter für eine Stunde. Am 4./5. April gab es Protesttage in Indien und international und auch wir wollen hiermit unsere Solidarität ausdrücken. Die internationale Gewerkschaftsvereinigung IndustrieAll, in der auch die IG-Metall Mitglied ist, beteiligt sich am Protest gegen dieses ungerechte Skandalurteil.

Klara Lutz/IGM-VKL

Sandra Sochacki/IGM-VKL

Diese Erklärung im PDF Format zum Download

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