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Protestaktion bei VW: „Keine Entlastung für Profiteure und Umweltverbrecher! Die Verursacher sollen zahlen.“

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Hannover, 21. Juni 2016

Pressemitteilung

Keine Entlastung für Profiteure und Umweltverbrecher!

Die Verursacher sollen zahlen.“

Die Trägergruppe Hannover für die 1. internationale Automobilarbeiterkonferenz führt am Mittwoch, den 22. Juni, anlässlich der Hauptversammlung des VW-Konzerns eine Protestaktion durch: „Keine Entlastung für Profiteure und Umweltverbrecher! Die Verursacher sollen zahlen“.

Das neu gegründete Komitee „Für die Zukunft der Jugend, gegen Profiteure und Umweltverbrecher in der VW-Krise“ aus Kassel wird ebenfalls vertreten sein.

Eingang Nord 2, Messegelände Hannover, Hermesallee, 9 bis 10:30 Uhr

Die Verantwortlichen für die VW-Krise, für den kriminellen Betrug werden bisher nicht genannt, geschweige denn belangt. Die Folgen der Krise sollen die Arbeiter und die Bevölkerung tragen. Die Freisetzung von Mio. Tonnen Stickoxid wurde bewusst vertuscht und der Weltbevölkerung auch noch erklärt, das Dieselmotoren sauber sind. Dafür werden auch Tausende Tote in Kauf genommen. Die Verantwortlichen laufen immer noch frei herum und kassieren Erfolgsprämie. Die Vorstände sind in guter Gesellschaft: Verkehrsminister Dobrindt verschleppt die Aufklärung, Kanzlerin Merkel setzt in der EU durch, das Diesel-Motoren auf der Straße immer noch das 2,1 fache des ursprünglichen Stickoxid-Wertes ausstoßen dürfen. Wie selbstverständlich kann der VW-Konzern 16,2 Milliarden € zurückstellen, so das sie in vielen Städten keine oder kaum noch Steuern mehr zahlen müssen. Damit wird die Krise auf die Bevölkerung abgewälzt und Kommunen kommen in Finanznöte.

Auf der Hauptversammlung sollen Vorstand und Aufsichtsrat jetzt entlastet werden. Grundlage der Entlastung sind Prüfungen von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die VW selbst in Auftrag gegeben hat und bei denen keine Verstöße festgestellt wurden. Wie kann man angesichts des millionenfachen Betruges bei Emissionswerten davon reden, das der Vorstand keine Verstöße begangen hat, und das auch noch zu einem Zeitpunkt, wo die juristischen Untersuchungen noch laufen und keinesfalls alles aufgeklärt ist?

Die Vorstände wollen mit der neuen Konzernstrategie 2025 Milliarden bei den Beschäftigten einsparen. Leiharbeiter wurden entlassen und weitere Entlassungen wird geredet. Die Komponenten-Fertigung steht auf dem Prüfstein. Hier in Hannover betrifft das 1200 Arbeitsplätze im Wärmetauscher und Gießerei. „Gemeinsam aus der Krise“ bedeutet für VW die Abwälzung der Krisenlasten auf die Gesellschaft.

Die Vorstände gehören nicht entlastet, sondern das Verursacherprinzip muß gegen die VW-Vorstände und Großaktionäre durchgesetzt werden. Keine Abwälzung der Krisenlasten auf die Gesellschaft!

Wir freuen uns auf Unterstützung und Berichterstattung.

Die Presseerklärung zum Download als PDF Datei