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Leserbrief: Die aktuelle Debatte um VW Gate und die Folgen für Beschäftigten geht uns Alle an

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bin 42 Jahre bei Mercedes in der Arbeit, davon Jahrzehnte in der PKW Entwicklung. In der IGM seit 1970.

Diesel-Gate / VW-Gate und die anderen kriminellen Machenschaften kann uns nicht ruhen lassen.
Deswegen finde ich gut wenn nicht nur die VW Kollegen, sondern alle Automobiler das zu Thema machen. Dieselgate-Benzinergate und E-Mobilität mit allen Konsequenzen betreffen aller Automobiler weltweit.

Kurz und bündig meine Meinung:
1. Es dürfen die Folgen dieses kriminellen Betruges nicht auf dem Rücken und Kosten der Beschäftigten abgewälzt werden. Sei es die festangestellten Beschäftigten oder "Leiharbeiter". Ebenso bei den Zulieferbetrieben.
2. Es ist von krimineller Energie dieser Vorstände, auf Kosten der Kunden, der Umwelt, der Natur und Gesundheit millionenfach Betrug zu begehen für Marktanteile und Profit.
3. Die Verantwortlichen müssen dafür haften, auch mit dem Privatvermögen. Bonizahlungen, Pensionszahlungen, Rückstellungen für Vorstände, einziehen. Auch die der freigestellten Manager.
4. Die Berliner Politiker müssen genauso rangezogen werden.
5. Es ist nicht nur ein VW Dieselgate, sondern auch ein Benzinergate
wie jüngst bei AUDI Modellen festgestellt wurde.
6. Die Deutsche Umwelthilfe DHU mit Jürgen Resch hat vorbildlich bewiesen das ganz aktuell Dieselmodelle mit EURO 5 + 6 , fast aller Konzerne, die Werte um das über 100 fache überschreiten. Diese Woche im WDR 3 TV am 14.12.2016 abends hat J. Resch dies dargestellt. Nachzuschauen in der WDR Mediathek.
7. Ich halte die Forderung der DHU für richtig, die dreckigen EURO 5 + 6 Diesel sofort zu stoppen, und auf Kosten der Konzerne umzurüsten. Das ginge hier und heute. Stuttgart Feinstaubalarm, da muss sofort was passieren.
8. Die DHU wird mit Klagen der Konzerne überzogen. Stopp damit.
9. Über diese Themen aktuell darüber hinaus, ist eine breite Debatte zu einem anderen neuen Nahverkehrssystem und die Zukunft Mobilität und fossile Energie zu führen. Arbeiter-, Gewerkschafts-, Umweltbewegung gehören zusammen, Umwelt darf nicht gegen Arbeitsplätze oder umgekehrt ausgespielt werden. .Eine Möglichkeit mitzumachen sind die Vereine/Trägergruppen der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz (www.iaar.de )Mit kollegialen Grüßen

Klaus-Jürgen vom Verein " Freunde der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz Sindelfingen e.V."