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Streik bei Mercedes für Lohnerhöhung

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Am 24.11. 2016 ab 0.30 Uhr gab es einen 2-stündigen Warnstreik der Nachtschicht im Mercedes-Werk in Kecskemét (Ungarn) wegen der gescheiterten Tarifverhandlungen. Das meldet die online-Ausgabe der Tageszeitung Népszava. Der Metallgewerkschaft Vasas verlangt eine 15%-tige Lohnerhöhung, aber das hat die Werksleitung abgelehnt. 60 Arbeiter von mehrere Abteilungen waren beteiligt. Den Gewerkschaft-Vertretern wurde der Zutritt zum Werk und zu den streikenden Arbeitern verweigert. Die Gewerkschaft kritisiert dieses Vorgehen des Weltkonzerns. Die Werksleitung erklärte ihre Bereitschaft, weiter zu verhandeln. Die niedrigen Löhne (ein Facharbeiter verdient etwa ein Drittel von Deutschland) sind ein „Standortvorteil“. Dazu kommt, dass Daimler von der Regierung Steuervorzüge, Ausbau der Infrastruktur und andere Förderung erhält. Das Streikrecht wurde unter der Regierung Orban in Ungarn weitestgehend eingeschränkt.

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Mercedes Bremen: Solidarisch mit den brasilianischen Kollegen

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Beschluß der IG-Metall Vertrauensleute-Vollversammlung Mercedes-Werk Bremen am 22.09.2016:

An die Daimlerkollegen in Sao Bernado – Brasilien

Liebe Kollegen. Wir sind empört, dass Daimler bei Euch 370 Kollegen entlassen will. Dabei haben alleine dieses Jahr 1685 Kolleginnen und Kollegen mit Abfindung die Firma verlassen.

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Gütetermin gegen die Abmahnungen in der WZI

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Gütetermin gegen die Abmahnungen in der WZI

Am 08. Sept.2016 fand vor dem Arbeitsgericht Stuttgart der Gütetermin der zwei WZI-Kollegen gegen Daimler statt. Die Kollegen klagen gegen die jeweils drei Abmahnungen, die sie Anfang des Jahres bekommen haben.

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Solidarität mit den Daimler-Kolleginnen und Kollegen in Brasilien

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Einstimmig verabschiedet auf dem Treffen des IAC-Trägerkreises in Stuttgart am 14.August

An die Gewerkschaft SMABC (übersetzt in portugiesisch)

Liebe Kolleginnen und Kollegen bei Mercedes Brasilien Sao Bernardo do Campo!

Wir sind mit Euch empört darüber, dass die Geschäftsleitung von Mercedes/Daimler 1870 Arbeiter als „überflüssig“ erklärt und Verhandlungen über die Verlängerung des Kurzarbeitsprogrammes kategorisch ablehnt.

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Richtungskampf in der IG-Metall bei Daimler Sindelfingen

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Korrespondenz von Vertrauensleuten von Daimler Sindelfingen zur Wahl eines neuen Vertrauenskörperleiters auf  Vertrauensleute-Vollversammlung

Am Mittwoch, 20. April fand auf einer Vertrauensleute-Vollversammlung bei Daimler Sindelfingen die Wahl eines neuen Vertrauenskörperleiters statt. Der bisherige VK-Leiter scheidet in Altersteilzeit aus.

Vom Gremium der Vertrauenskörperleitung gab es seit Wochen zwei Kandidaten Vorschläge, die sich schon auf etlichen Regelkommunikationstreffen in den Bereichen vorstellen konnten.

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Mercedes Bremen nimmt die 761 Abmahnungen aus der Personalakte - Nicht Gnadenakt Daimlers, sondern Teilsieg der Kollegen

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Mitteilung:

Mercedes Bremen nimmt die 761 Abmahnungen aus der Personalakte - 
Nicht Gnadenakt Daimlers, sondern Teilsieg der Kollegen

Unmittelbar vor dem Osterwochenende hat Daimler zuerst mit einem Brief an die Führungskräfte, später dann per Post die 761 wegen des Streiks gegen Fremdvergabe (Dezember 2014) abgemahnten Arbeiter davon unterrichtet, dass die Abmahnung nun - nach 15 Monaten – vorzeitig aus der Personalakte entfernt werde. Die  4 Sprecher der
Kläger, die nicht nur gegen die Abmahnungen, sondern vor allem für das Streikrecht vor Gericht gegangen sind, stellen dazu fest:

Die vorzeitige Herausnahme der Abmahnung aus der Personalakte ist ein Teilsieg unseres Kampfes, der mit viel öffentlichem Interesse (Zeitungen, Funk und Fernsehen, sowie Gewerkschaften und Persönlichkeiten im In- und Ausland) begleitet war und ist.
Es handelt sich hier nicht um einen „Gnadenakt“ der Werkleitung. Es ist auch nicht so, dass der Personalchef plötzlich sein Herz für die Arbeiter entdeckt hat.
Das Unternehmen braucht die Friedhofsruhe, um ungestört weitere Angriffe, wie Fremdvergaben, gegen uns durch ziehen zu können. Wenn man das Verbrechen Leiharbeit weiter ausbaut, statt es abzuschaffen, kann man dazu keine kritische Öffentlichkeit und schon gar keine kritischen Kollegen brauchen. Die vorzeitige Herausnahme der Abmahnungen ist der schwache Versuch des Unternehmens, einen Schlussstrich zu ziehen und vor allem sich um die Klärung unserer Frage nach dem Streikrecht in Deutschland herum zu mogeln, also eine Klärung zu umgehen.
Es ist also keinesfalls ein Zeichen der Stärke, sondern, im Gegenteil, ein Zeichen der Schwäche, wenn der Personalchef Herr Niederhausen in seinem Schreiben an die Führungskräfte betont, dass dies ein Beitrag sein soll, „dass sich jede und jeder mit klarem Kopf und unbelastet auf die vor uns liegenden Aufgaben konzentrieren kann“ und peinlicherweise sich veranlasst sieht zu betonen: „Die zeitliche Überschneidung mit den aktuell mit dem Betriebsrat vereinbarten Regelungsumfängen ist dabei rein zufällig.“ Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Auch der Versuch, die Nachtschicht-Kollegen zu spalten in „eine große Mehrheit“, die angeblich den Streik „bedauert“ und in eine kleine Gruppe von „nur 30 von 761 Kollegen“, die „rechtlich gegen die Abmahnung vorgegangen“ sind ist kindisch. Denn erstens haben rund 500 Kolleginnen und Kollegen Widerspruch gegen ihre Abmahnung eingelegt und zweitens sitzt die „große Mehrheit“ der Bedauerer vermutlich im Management, gewiss nicht an den Bändern.
Aus den genannten Gründen und nach Rücksprache mit unseren Anwälten sind wir der Auffassung, dass wir nicht auf halber Strecke stehen bleiben dürfen. Das sind wir uns und all denen, die uns ihre Solidarität ausgedrückt haben, schuldig. Das sind wir auch schuldig der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, weil es um eine ihrer existenziellsten Fragen geht: Das Recht auf Streik. Wir können in diesem Kampf nicht verlieren; wir können nur gewinnen. Es ist unser Verdienst, dass sie die Abmahnungen nun raus genommen haben.
Bremen, 01.April 2016

Die Sprecher der Kläger:
Harald Heine, Gerhard Kupfer,Thomas Langenbach, Rolf Weichmann, 
Weiter Informationen:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 0176 22 38 21 20
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Wichtige Erläuterung zu Lehrstück in Klassenjustiz

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Bremen, 26.02.2016, Internationale Automobilarbeiterkoordination – Gruppe Bremen

In einem Artikel des Weser Kurier über den Prozess von 30 Abgemahnten Mercedes Kollegen gegen Daimler steht:

„63.000 Euro Gerichtskosten

Bosch jedoch zeigt sich unbeeindruckt. Schon zu Beginn der Verhandlung stellt sie in Aussicht: „Wir meinen, das in dieser Dimension nicht entscheiden zu müssen.“ Und dabei bleibt es auch. „Wir lehnen die Klage ab. Für uns ist es nicht erkennbar, welches Gremium sich in welcher Weise zu Verhandlungen an den Arbeitgeber gewendet hat“, so das gesprochene Urteil. Verhandlungen müsse man einfordern, und wenn man sich auf die Rechte des Einzelnen beruft, dann muss sich auch das Individuum mit konkreten Verhandlungsersuchen an den Arbeitgeber wenden. „Die Kosten von 63 000 Euro tragen die Kläger.“ (Bosch war die Richterin im Prozess, die Verfasser)

Jedem wird unserer Meinung nach mit dieser Meldung nahegelegt den Kampf gegen die Abmahnungen als sinnlos zu betrachten. Bei Kosten von 63000 Euro nur für die 1. Instanz ist das Vorhaben der Kollegen bis zu Europäischen Gerichtshof ihr Recht auf Streik durchzukämpfen wohl unvorstellbar.

Diese Meldung des Weser Kurier ist aber falsch!

Wir schrieben im Beitrag Lehrstück in Klassenjustiz richtig:

„Als nach einer halben Stunde Pause die Richterin dann das Urteil verkündete: Die Klagen werden zurückgewiesen – die Kosten tragen die Kläger – Streitwert 63 000 € - gab es laute Pfuirufe, „Klassenjustiz“, „Schandurteil“...“

Auch mit unserer richtigen Schilderung der Tatsachen konnten wir nicht alle Irritationen ausräumen. Es ist ja nicht jedem geläufig das ein Streitwert vor Gericht nur die Grundlage für die Berechnung der Kosten ist.

Wir möchten uns hiermit bei den Sprechern der klagenden Kollegen bedanken dass sie uns darauf hinwiesen. Die tatsächlichen Kosten liegen bei rund 1300 Euro. Das ist sicher ebenfalls viel Geld und die weiteren zu erwartenden Kosten erfordern weiter intensiv Spenden zu sammeln. Alleine die Sammlung vor dem Mercedes-Werk in Bremen zeigt ganz klar dass wir die Kosten stemmen können. Es wurden 2800 Euro gesammelt und dabei waren noch nicht mal alle Tore über die bei uns gefahrenen drei Schichten besetzt.

Man kann nun spekulieren ob der Weser Kurier der Bewegung zur Solidarität mit den Abgemahnten und zur Durchsetzung eines vollständigen, allseitigen und gesetzlichen Streikrecht schaden will oder eben ein Redakteur nur schlampig recherchierte. Der Artikel stand jedenfalls am 03.03.2016 immer noch wie oben zitiert online (Weser-Kurier-Artikel)

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Lehrstück in Klassenjustiz

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Bremen, 26.02.2016, Internationale Automobilarbeiterkoordination – Gruppe Bremen

Lehrstück in Klassenjustiz

Am 16.2.16 fand vor dem Arbeitsgericht Bremen die Hauptverhandlung gegen die 761 Abmahnungen bei Daimler Bremen statt. Zu den 15 anwesenden Klägern hatten sich etwa 100 Kolleginnen und Kollegen vor dem Gerichtsgebäude versammelt.

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Solidaritätscharta Daimler Renault Nissan

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Solidaritätscharta Daimler Renault Nissan

Wir sind Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellte mit ihren Familien und Freunden aus den Fabriken von Daimler, Renault und Nissan und ihren Zulieferern, in denen mehr als 1.000.000 Kolleginnen und Kollegen arbeiten. Wir sind stolz darauf, dass von diesen Belegschaften wichtige Kämpfe und Signale für den Kampf der Arbeiter- und Volksbewegung ausgingen, wovor sich die Herrschenden fürchten.